Graphisoft

Wiederentdeckung traditioneller japanischer Architektur mit ARCHICAD

Forscherteam will mit Hilfe der digitalen Rekonstruktion dem Geheimnis der Erdbebensicherheit historischer Gebäude auf die Spur kommen

Die 1622 errichtete, 30 Meter hohe, einzige fünfstöckige Pagode im japanischen Chiba gilt als nationales Kulturdenkmal.
Ihre hölzerne Struktur hat beinahe 400 Jahre allen Witterungen und Erdbeben standgehalten, so dass die Pagode bis heute von gläubigen Buddhisten besucht werden kann. Tatsächlich gibt es keinerlei Aufzeichnungen darüber, dass in diesem erbebenreichen Land jemals eine Pagode eingestürzt wäre.
Ein Forscherteam der Universität Chiba unter Leitung von Professor Hirasawa versucht nun dem Geheimnis der historischen Pagodenbauweise mit Hilfe von Computertechnologie und mathematischer Analyse auf die Spur zu kommen, indem er das Gebäude mit ARCHICAD® als 3D-Modell nachbaut.
Prof. Hirsawa ist begeistert von der Vielseitigkeit der GDL (Geometric Description Language) in ARCHICAD, die zur Erstellung des 3D-Modells des historischen Bauwerkes verwendet wird.
„Es gibt eine Reihe Computerprogramme, die man für die 3D-Modellierung verwenden kann, aber oft ist es schwierig, die Attribute zu ändern. Mit GDL ist es ein Kinderspiel, Länge, Stärke und Bedingungen der geschwungenen Flächen durch Modifizierung der entsprechenden Parameter zu verändern. Außerdem ermöglicht das Erstellen von Elementen mit Hilfe numerischer Berechnungen in GDL, dass das Modell auch in Wirklichkeit nachgebaut werden kann“, sagt Prof. Hirasawa.
Neben dem Studium der Originalpläne der Pagode setzte das Team auch auf Computerunterstützung, um einzelne Elemente der Pagode zu berechnen. Dies geschah, indem diese fotografiert wurden, wobei entsprechende Markierungen, so genannte visuelle Etiketten, angebracht wurden, um dann anhand der Bilder eine korrekte Vermessung vorzunehmen.